Samstag, 17. Dezember 2011

adventskalender / türchen 17

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe lange überlegen müssen, was ich hier mit euch teile, in meinem Türchen. Ich hatte überlegt, ¬ein Gedicht von Kästner zu zeigen oder eines von W.B. Yeats. Das wurde ebenso verworfen wie einige unglaublich intensive Slam-Poetry-Videos oder ein Märchen, das ich schon lange liebe. Keksrezepte, Fotos, Comedy, alles nichts.
Und dann fiel mir doch etwas ein, das ich schon an vielen Ecken und Enden des Internets gefunden habe und das mich sehr berührt hat. Nämlich folgender Spruch:

Vor genau 18 Jahren haben sich meine Eltern getrennt und ich fiel ins Bodenlose. Seitdem hat sich die Erde immer wieder aufgetan, um mich auf die eine oder andere Weise zu verschlingen – zumindest fühlte es sich in gewissen Momenten so an. Und immer ist es irgendwie weitergegangen. Zu Beginn schleppend, als bewusster Kraftaufwand, aber irgendwann ging es leichter. Und immer kamen wieder verdammt gute Zeiten, richtig schöne Momente. Kleine Dinge, die das Leben wunderbar machten und dafür sorgten, dass ich das Gefühl hatte, mein Bauch sei voller Brausepulver. Große Dinge, die das Leben auf die schönste Art auf den Kopf stellten. Und selbst wenn die Erde sich eines Tages wieder für mich auftut, wird es nicht zu Ende sein.
Das schönste Geschenk, das ich zu vergeben habe, ist diese Hoffnung.


HERZLICH WILLKOMMEN beim ehrenWORT

Kommentare:

  1. Ich bin ebenfalls berührt - Danke für dieses schöne Türchen!

    LG Hella

    AntwortenLöschen
  2. Yes, so we hope... Ein sehr schönes Gedicht, passend zur Adventszeit! LG von Rana

    AntwortenLöschen
  3. Wunderbare Zeilen, die einen ganz besonderen Zauber entfalten!
    Einen schönen 4.Advent und lieben Gruß
    moni

    AntwortenLöschen
  4. wunderschön. ich wei genau, was du meinst und bin froh über diese zeilen. danke. lg, zom.

    AntwortenLöschen
  5. danke für dieses sehr persönliche Türchen.

    AntwortenLöschen

lieben dank!